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Marihuana in den USA

Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten hat im Jänner 2021 für die Legalisierung von Marihuana abgestimmt. Mehr als 220 Abgeordnete in der von den Demokraten dominierten Kammer des Parlaments sprachen sich positiv aus, Marihuana aus dem Gesetz für Betäubungsmittel der USA zu streichen.

Genau 164 Abgeordnete stimmten allerdings dagegen. Diese Stimmen kamen in erster Linie aus dem Bereich der Republikaner. Der Entwurf dürfte aber im Senat scheitern – in dieser Kammer des Parlaments verfügen die Republikaner über die Mehrheit.

Von der Abstimmung im Repräsentantenhaus geht Signalwirkung aus. Der Präsident der Vereinigten Staaten, Joe Biden, befürwortet die Entkriminalisierung von Marihuana und das Entfernen von Einträgen im Strafregister wegen Besitzes der Droge. Die Vizepräsidenten Kamala Harris unterstützt auch die Legalisierung von Marihuana in den USA. Sie hat einen ähnlichen Gesetzesentwurf im Senat eingebracht.

Das wirft natürlich zahlreiche Fragen in Zusammenhang mit Marihuana. Im folgenden versuchen wir die wichtigsten davon zu beantworten.

Wobei handelt es sich bei dieser Droge und wie konsumiert man es?

Marihuana ist aufgrund der einen Rauschzustand fördernden Wirkung eine illegale Droge. Wer diesen Stoff in seinem Besitz hat oder damit Handel treibt, macht sich strafbar. Marihuana – dabei handelt es sich um die getrockneten Blütenstände und der Blüte nahen Blätter der weiblichen Pflanze.

Die Harz enthaltenden Blütenstände werden getrocknet und gemeinsam mit Tabak zu einem „Joint“ gedreht. Dieser Vorgang wird auch „Bauen“ genannt, der Konsum wird als „Kiffen“ bezeichnet. Eine zusätzliche Konsummöglichkeit erfolgt mit der Hilfe einer „Bong“. Das ist eine Wasserpfeife ohne Schlauch. Auch backen manche Menschen Brownies und Kekse oder produzieren Schokolade mit Marihuana.

Marihuana – Unterschiede zu anderen Rauschmitteln

Hanf ist die Basispflanze, aus der in weiterer Folge Marihuana und Haschisch produziert werden. Ein Unterschied wird zwischen männlichen und weiblichen Hanfpflanzen gemacht. Beide Pflanzen verfügen über Cannabioide – CBD und THC. Aber lediglich THC verfügt über eine psychoaktive, einen Rausch erzeugende Auswirkung. Finden kann man THC allein im weiblichen Hanf, der als Cannabispflanze bezeichnet wird.

Die Auswirkung

THC dockt an Rezeptoren im menschlichen Körper an. Dazu zählt man Rezeptoren für die Gedächtnisleistung, die Bewegungsleistung, die Sinnes- und auch die Wahrnehmung von Zeit. Diese Rezeptoren steuern zusätzlich auch den Appetit, die Stimmung, die Konzentration und die Koordination. Die Gesamtheit der Änderungen, die durch den Konsum in diesen Bereichen vorkommen kann, wird als „high sein“ bezeichnet – und das kann sowohl positive als auch negative Wirkungen aufweisen.

Der Rauschzustand ist überaus individuell und hängt mit äußeren Umständen und der Verträglichkeit jedes Individuums zusammen. Im Prinzip gibt es bei berauschenden legalen als auch illegalen Drogen, auch Alkohol wird dazu gezählt, keine gleiche oder vorhersehbare Auswirkung. So wie manche Personen aggressiv auf Alkoholkonsum reagieren, können andere kein Marihuana vertragen und zum Beispiel mit Übelkeit oder Angstpsychosen reagieren.

Welche Risken und zusätzliche Wirkungen treten auf?

Wie bei allen Drogen existieren auch bei Marihuana manche Risken, derer sich die Menschen bewusst sein sollten. Dazu zählen zum Beispiel für die Gesundheit schädliche Streckmittel, mögliche Abhängigkeiten oder negative Gefühlszustände – auch als „Horrortrip“ bezeichnet – während des Konsums der Droge.

Schädliche Mittel zum Strecken

Wie zahlreiche andere Rauschmittel kann auch Marihuana gestreckt sein. Da es durch die Illegalität keinen Kontrollen hinsichtlich der Sicherheit unterliegt, können ungehindert zusätzliche Stoffe hinzugegeben werden. Es kann mit anderen, an Wirkstoffen armen Pflanzen gestreckt sein. Auch Dünger, Talkum, Sand oder Zucker wurden schon nachgewiesen und stellen ein hohes gesundheitliches Risiko dar.

Ein hohes Risiko – die Abhängigkeit

Eine zusätzliche Gefahr ist die Abhängigkeit von Marihuana. Im Vergleich zu chemisch hergestellten Drogen macht Marihuana nur selten körperlich abhängig. Aber es kann eine Abhängigkeit auf psychischer Basis entstehen. Wenn Konsumenten der Überzeugung sind, manche Situationen im Alltag oder Probleme ohne Marihuana nicht mehr lösen zu können, kann das ein erstes Anzeichen sein.