Gewichtszunahme vor der Periode

Oft ist es keine Einbildung – viele Frauen fühlen sich währen ihrer Periode nicht nur etwas dicker, sondern sind es tatsächlich. Warum Frauen kurz vor der Periode zunehmen und was dagegen helfen kann, klären wir im folgenden Artikel. Denn zwischen einem halben und bis zu fünf Kilo können Frauen vor ihrer Menstruation zunehmen. Aber wieso ist das so?

Warum kommt es überhaupt zur Gewichtszunahme vor der Periode?

Der häufigste Grund der Gewichtszunahme vor der Periode ist das Hormon Progesteron. Das ist eine gute Nachricht, da es sich nicht etwa um Körperfett handelt, das der Körper in dieser Zeit zunimmt. Progesteron wird verstärkt nach dem Eisprung produziert und bereitet den Körper auf eine eventuelle Schwangerschaft vor. Durch den vermehrten Hormonausstoß wird die Gebärmutterschleimhaut besser durchblutet und die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet.

Wenn eine Frau dann allerdings nicht schwanger wird, sinkt der Progesteronhaushalt im Körper und sie menstruiert. Durch die Abnahme von Progesteron speichert der Körper allerdings mehr Wasser in den Zellen und somit wiegt er auch mehr und fühlt sich aufgebläht. Meist fühlt man sich dann nicht nur aufgebläht, sondern ist tatsächlich mit Blähungen gestraft.

Was kann gegen diese Gewichtszunahme helfen?

Gegen die Gewichtszunahme vor der Periode hilft wenig Wasser im Körper. Ergo sollte man nun vermehrt Wasser trinken. Klingt paradox, sorgt allerdings dafür, dass der Körper nicht so viel Wasser in den Zellen speichert. Ebenso sollte man Speisen, die reich an Salz sind, vermeiden, sonst speichert der Körper gleich noch mehr Wasser in den Zellen. Wird der Salzgehalt in Lebensmitteln und Getränken also reduziert, benötigt der Körper weniger Wasser, um effizient zu arbeiten. Zusammenfassend bedeutet das also, in den Tagen vor der Menstruation, möglichst viel Wasser trinken und salzarme Speisen zu sich nehmen.

Hat der Heißhunger vor der Periode auch etwas mit der Gewichtszunahme zu tun?

In den Tagen vor der Periode steigt das Stresshormon Cortisol im Körper einer Frau an. Man fühlt sich dann schnell aggressiv und unruhig. Das passiert auch, da im Gegenzug das Wohlfühlhormon Serotonin sinkt. Der Körper möchte sich aber trotzdem wohl fühlen und bekommt dadurch Lust auf fettige und süße Lebensmittel. Damit wird nämlich (zumindest kurzfristig) der Serotoninspiegel wieder erhöht. Ein weiterer Punkt, der zu Gewichtszunahme vor der Regelblutung beiträgt.

Zwar nicht ganz so befriedigend, aber wesentliche gesünder und nicht prädestiniert für die Gewichtszunahme sind gesunde süße oder herzhafte Snacks wie beispielsweise Bananen, Mango, Ananas, Trockenobst, Melonen, Cashewnüsse, Avocados, Leinsamen, Quinoa, Eier, Lachs, Makrelen und Thunfisch. Vielleicht können diese Produkte bei Heißhunger auf Süßes oder Fettiges ein wenig Abhilfe verschaffen. Denn je gesünder man sich ernährt, desto wohler fühlt man sich auch am nächsten Morgen nach der Heißhungerattacke.

Darüber hinaus ist es sehr sinnvoll, zwei Wochen vor der Periode ballaststoffhaltige und eiweißreiche Lebensmittel zu sich zu nehmen. Diese können nämlich dabei helfen, den Blutzuckerspiegel und die Hormonproduktion zu regulieren.

Magnesiummangel – ein weiterer Grund für die Gewichtszunahme vor der Periode

Je höher der Östrogen- und Progesteronspiegel ist (ist in der zweiten Zyklushälfte der Fall), desto niedriger ist der Magnesiumgehalt im Körper. Damit einhergehend ist eine niedrige Insulinproduktion und somit auch ein verstärktes Verlangen nach Zucker. Allerdings kann man auch hier mit gesunder Ernährung entgegenwirken. Roher Kakao, Kürbiskerne, Cashewkerne, Walnüsse, Mandeln, Pekannüsse, Avocados, Bananen, Bohnen und grünes Blattgemüse haben einen hohen Anteil an Magnesium und tun dem Körper gut, da sie Muskelkrämpfen, Durchblutungsstörungen, Migräne und Unterleibsschmerzen vorbeugen.

„Ich nehme eigentlich seit ich meine Periode habe, immer kurz davor 2-3 Kilo zu. Das ist nicht ganz angenehm, aber auch nicht wirklich schlimm. Ich versuche mich dann immer noch ein wenig besser zu ernähren und ein bisschen mehr zu bewegen und dann ist das nach der monatlichen Blutung auch wieder erledigt. Früher hat mich das mehr irritiert, aber seit ich weiß woher das kommt und was ich dagegen tun kann, ist eigentlich alles ok. Hauptsache die Kilos gehen wieder weg….“